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Wiederaufbau tief zerstörter Zähne

Liebe Patienten!

Wir können nicht jeden Zahn retten, aber wir versuchen es. Auch Zähne, die durch Karies oder Frakturen (Brüche) bis weit unter das Zahnfleisch zerstört sind, können wir in vielen Fällen erfolgreich retten.

Auf dieser Seite habe wir Ihnen alle relevanten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Diese Informationen ersetzen jedoch nie eine eingehende parodontologische Untersuchung und das persönliche Beratungsgespräch, in welchem wir eine für Sie passende Lösung entwickeln können.

In unserer Praxis werden viele Überweisungspatienten anderer Zahnärzte betreut. Wir sind somit auch gern bereit, Sie parodontologisch und implantologisch zu beraten und zu behandeln, wenn Sie sich sonst bei Ihrem Hauszahnarzt wohl und gut aufgehoben fühlen. Wir arbeiten in solchen Fällen gern und offen mit Ihrem Hauszahnarzt zusammen.

Ihre Praxis Dr. Behring und Partner 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Problemstellung zur Rettung tief zerstörter Zähne

Zähne, welche durch Karies oder Unfälle (sog. Frakturen) tief zerstört sind, müssen von den meisten Zahnärzten entfernt werden, auch wenn diese Zähne noch eine gute und stabile Wurzel im Knochen aufweisen.

Durch spezielle chirurgische oder auch kieferorthopädische Techniken sind wir jedoch oft in der Lage, auch solche Zähne nicht nur zu retten, sondern diese auch langfristig stabil und belastbar zu erhalten.

Wo ist das Grundproblem?

Geht eine Karies oder eine Frakturlinie (ein Bruch) so tief unter das Zahnfleisch, dass die Knochengrenze erreicht oder fast erreicht wird, so ist es für einen routinierten Zahnarzt zwar möglich, auch dort eine Füllung zu legen oder eine Krone herzustellen, es folgen aber absehbar biologische Komplikationen.

Das liegt daran, dass körperfremde Materialien, egal wie biokompatibel sie sind, in der Nähe der Knochenkante zu Entzündungen führen. Eine Ausnahme hiervon bilden nur Implantate, welche durch ihre Oberflächenbeschaffenheit bei guter Pflege entzündungsfrei im Knochen stehen können.

Bei einem tief zerstörten Zahn kann also eine Füllung oder eine Krone nur dann sinnvoll und langfristig hergestellt werden, wenn ein Mindestabstand (meisten ca. 2–3 mm) zwischen Knochenkante und Restaurationsrand eingehalten werden (sog. biologische Breite).

Ziel der nachfolgend beschriebenen Behandlungen ist es daher, diesen Abstand trotz einer tiefen Zerstörung wiederherzustellen und den Zahn danach so wieder aufzubauen, dass er wieder als solider Pfeiler auf einen Zahnersatz oder auch als Einzelzahn im Mund verbleiben kann.

Nicht chirurgischer Zahnerhalt (Extrusion)

Vor allem einwurzelige Zähne sind oftmals durch nicht chirurgische Maßnahmen erhaltbar. Hierzu wird der Zahn langsam (über mehrere Wochen) und vollkommen schmerzfrei wie mit einer Zahnspange langsam ein Stück weit aus dem Knochen herausbewegt, bis der Mindestabstand zwischen Restaurationsrand und Knochenkante (biologische Breite) wieder eingehalten werden kann.

Diese sogenannte „kieferorthopädische Extrusion“ erfolgt heute meistens mit kleinen Magneten welche auf den Zahn geklebt werden und welche dann einen Gegenmagneten in einer Aufbissschiene anziehen. Diese Behandlung dauert im Regelfall zwei bis drei Wochen, woran sich eine weitere Phase aschließt, in welcher der Zahn ohne weitere Bewegung in seiner neuen Position festwächst. Alternativ kann diese Behandlung auch mit einer festsitzenden Zahnspange durchgeführt werden, was z. B. in der Oberkieferfront ästhetische Vorteile gegenüber der Aufbissschiene haben kann.

Magnet-Extrusion eines tief zerstörten Zahnes

Magnet-Extrusion eines tief zerstörten Zahnes
Magnet-Extrusion eines tief zerstörten Zahnes
Schematische Darstellung
Schematische Darstellung

Chirurgischer Zahnerhalt (chirurgische Kronenverlängerung)

Vor allem mehrwurzelige Zähne können nicht über die beschriebene kieferorthopädische Extrusion in ihrer Position verändert werden. Auch Zähne, bei denen keine Krone hergestellt werden kann, sondern die eigene Kaufläche erhalten werden soll, können nicht aus ihrem Zahnfach heraus verlängert werden, da der Biss dann nicht mehr passen würde.

In solchen Fällen ist ein Zahnerhalt durch einen minimalen chirurgischen Eingriff in örtlicher Betäubung durchführbar. Bei dieser Technik, der sogenannten chirurgischen Kronenverlängerung, wird der um den Zahn liegende Knochen im Bereich der Karies oder des Bruches so weit modelliert, dass der beschriebene Mindestabstand zwischen Restaurationsrand und Knochenkante (biologische Breite) wieder eingehalten wird.

Der hierzu nötige Eingriff, die chirurgische Kronenverlängerung, ist kaum belastend und in seinen Folgen in etwa vergleichbar mit einer leichten Zahnfleischentzündung.

Beispiel der Rettung eines tief gebrochenen Zahnes

Vorher
Vorher
Zustand nach chirurgischer Kronenverlängerung und Neuüberkronung
Zustand nach chirurgischer Kronenverlängerung und Neuüberkronung
Schematische Darstellung einer chirurgischen Kronenverlängerung
Schematische Darstellung einer chirurgischen Kronenverlängerung

Alternativen: Wann sollten Zähne nicht erhalten werden?

Auch wenn wir heute technisch in der Lage sind, fast jeden Zahn durch geeignete Maßnahmen zu erhalten, so sollte der Zahnerhalt dennoch nicht als Selbstzweck betrachtet werden.

Vielmehr sollte vor einer entsprechenden Behandlung immer offen über den Sinn einer solchen Behandlung gesprochen werden. Hierfür ist eine Einschätzung der Gesamtsituation des Gebisses nötig. Soll ein gebrochener Zahn innerhalb einer gesunden Zahnreihe gerettet werden, so wird man dies sicherlich versuchen. Sollte es sich bei dem zu rettenden Zahn aber um einen zukünftigen Brückenpfeiler handeln, so müssen wir mit Ihnen entscheiden, ob der Zahn nach seinem Wiederaufbau wirklich stark genug ist, um den geplanten Zahnersatz zu tragen. Es sollte somit immer auch die Alternative einer Zahnentfernung, zum Beispiel mit nachfolgender Implantation bedacht werden.

Wir beraten Sie gern.

Was kostet mich die Behandlung?

Leider sind weder die kieferorthopädische Extrusion noch die chirurgische Kronenverlängerung im Katalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten.

Beide Formen des Zahnerhalts sind im Vergleich zu den Kosten für Brücken oder Implantate aber eher günstig, selbst wenn am Ende eine Krone hinzukommen sollte.

Für privat versicherte und Beihilfe-berechtigte Patienten ist die chirurgische Technik (chirurgische Kronenverlängerung) normaler Bestandteil des Versicherungsschutzes und auch die kieferorthopädische Extrusion wird meistens übernommen.

Weiterführende Beratung und Behandlungsplanung

Wir hoffen, dass diese Seite hilfreich für Sie war!

Diese Informationen ersetzen jedoch nie eine eingehende parodontologische Untersuchung und das persönliche Beratungsgespräch, in welchem wir eine für Sie passende Lösung entwickeln können.

In unserer Praxis werden viele Überweisungspatienten anderer Zahnärzte betreut. Wir sind somit auch gern bereit, Sie parodontologisch zu beraten und zu behandeln, wenn Sie sich sonst bei Ihrem Hauszahnarzt wohl und gut aufgehoben fühlen. Wir arbeiten in solchen Fällen gern und offen mit Ihrem Hauszahnarzt zusammen.

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