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Behandlungsstuhl
Spülbecken mit blauem Becher

Implantate und Implantatzahnersatz

Liebe Patienten!

Auf dieser Seite finden Sie alle Grundlagen zur Behandlung mit Implantaten in unserer Praxis.

Diese Informationen ersetzen jedoch nie eine eingehende parodontologische Untersuchung und das persönliche Beratungsgespräch, in welchem wir eine für Sie passende Lösung entwickeln können.

In unserer Praxis werden viele Überweisungspatienten anderer Zahnärzte betreut. Wir sind somit auch gern bereit, Sie parodontologisch und implantologisch zu beraten und zu behandeln, wenn Sie sich sonst bei Ihrem Hauszahnarzt wohl und gut aufgehoben fühlen. Wir arbeiten in solchen Fällen gern und offen mit Ihrem Hauszahnarzt zusammen.

 Ihre Praxis Dr. Behring und Partner 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Was sind Implanate

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan oder Hochleistungskeramik (Keramikimplantat, Zirkon-Oxid).

Diese werden nach Zahnverlust im Knochen verankert und wachsen dort ein. Auf den Implantaten, also den künstlichen Zahnwurzeln, können dann künstliche Zahnkronen, festsitzende Brücken, herausnehmbare Brücken oder auch Prothesen verankert werden.

Natürlicher Zahn
Natürlicher Zahn
Implantat mit Krone
Implantat mit Krone

Können Implantate bei Parodontitis (Parodontose) gesetzt werden?

Implantate können heute auch bei Parodontitispatienten gesetzt werden, vorausgesetzt, die Parodontitis (Parodontose) wurde vorher erfolgreich behandelt.

Das Risiko eines Implantatverlustes ist zwar immer höher als bei einem Patienten ohne Parodontitis, die Erfolgsquote liegt aber je nach Situation langfristig immer noch sehr hoch bei über 95 Prozent.

Bereits heute stellt die Parodontitis eine Hauptursache für Zahnverlust in Deutschland dar und folglich werden auch die meisten Implantate bei Parodontitispatienten gesetzt.

Aber Vorsicht:

Ohne eine vorherige erfolgreiche (!) Parodontalbehandlung sollten niemals Implantate gesetzt werden.

Nach einer erfolgreichen Behandlung der Parodontitis sollte zudem meistens noch eine Weile gewartet werden, bis Implantate gesetzt werden, damit sicher gestellt ist, dass die Parodontitis wirklich erfolgreich behandelt wurde. Dabei kann die Setzung der Implantate oder nötige Knochenaufbauten bereits während dieser Wartezeit erfolgen, lediglich die Versorgung der Implantate mit Zahnersatz muss bis zum erfolgreichen Abschluss der Parodontalbehandlung warten um eine Infektion der Implantate und eine nachfolgende Periimplantatitis zu vermeiden.

Implantat- und Behandlungsplanung

Jede Implantatbehandlung beginnt mit der Behandlungsplanung und der Aufklärung des Patienten, bei welcher immer auch die möglichen Alternativen besprochen werden.

Im Rahmen dieser Planung erläutern wir das Vorgehen und die Alternativen zur Implantation, schreiben die Kostenvorhersagen und legen die genauen Implantatpositionen mithilfe von 2D- und 3D-Röntgenbildern (CT oder DVT = Digitale Volumentomografie) fest. Auch werden zu diesem Zeitpunkt nötige Knochen- oder Zahnfleischaufbauten geplant.

Wir richten uns bei der Therapieplanung und -durchführung von Implantatbehandlungen immer nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und nie nach kurzfristigen Behandlungstrends.

Echte Zähne sollen niemals für Implantate entfernt werden, wenn sie anderweitig erhaltbar sind. Zähne sind die besseren Implantate.

In komplizierten Fällen, z. B. bei wenig Knochenangebot oder der Nähe zu Nerven, wird eine vollständige 3D-Planung am Computer durchgeführt, einschließlich der Herstellung einer digital gefertigten Bohrschablone für eine punktgenaue Implantation (sog. 3D-Navigation).

Planung am 3D-Röntgenbild (DVT/CT)
Planung am 3D-Röntgenbild (DVT/CT)
Digitale Planung
Digitale Planung

Implantation und Knochenaufbauten

Nach abgeschlossener Planung folgt – sofern notwendig – eine Aufbauphase, in welcher der vorhandene Knochen und das Zahnfleisch der Implantatregion wiederaufgebaut und rekonstruiert werden, sodass die Implantate langfristig und stabil an der richtigen Stelle stehen können.

Wir führen alle üblichen Knochenaufbauten selbst in der Praxis durch, einschließlich der sogenannten Socket-Preservation zum Erhalt von Knochen nach Zahnentfernung und dem Sinus-Lift zum Aufbau von Knochen im unten Anteil der Kieferhöhlen. Auch Zahnfleischverbreiterungen und -verdickungen sind bei uns übliche Praxis.

Die Implantation selbst ist meistens ein kleiner Eingriff ohne Auswirkungen auf das tägliche Leben. Die Implantate werden in den Knochen eingesetzt und wachsen für einige Monate im Gewebe ein, bevor sie mit Zahnersatz versorgt werden. In manchen Fällen kann sogar direkt eine (provisorische) Krone auf dem Implantat befestigt werden, dies ist insbesondere in Oberkieferfront tägliche Praxis.

Alle chirurgischen und zahnärztlichen Behandlungen im Rahmen der Implantologie können unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Dennoch bieten wir Ihnen gern eine Behandlung in Sedierung an. 

Beispiel für einen Sinus Lift (Knochenaufbau in der Kieferhöhle)

Schnittbild durch die Kieferhöhle: Zu wenig Knochen!
Schnittbild durch die Kieferhöhle: Zu wenig Knochen!
Implantation nach Anhebung der Schleimhaut
Implantation nach Anhebung der Schleimhaut
Knochenaufbau
Knochenaufbau

Sofortimplantate und Sofortversorgung

In Einzelfällen ist es möglich, zerstörte Zähne direkt am gleichen Tag gegen Implantate zu ersetzen, sogenannte Sofortimplantate. Diese werden bei ausreichender Stabilität im Knochen sogar sofort mit einer Krone als Langzeitprovisorium versorgt, sodass Sie die Praxis mit einer sofortigen Versorgung wieder verlassen können. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht immer durchführbar – wir beraten Sie hierzu gern.

Implantatzahnersatz

Die Planung für den Implantatzahnersatz führen wir immer nach der Maßgabe der bestmöglichen Stabilität und Erweiterbarkeit durch. Dabei bemühen wir uns, die Behandlungskosten für den Patienten überschaubar zu halten. Möglich sind auf Implantaten alle Versorgungsformen, die auch auf Zähnen möglich sind: Kronen, Brücken, abnehmbare Brücken und Prothesen. Im Falle von herausnehmbarem Zahnersatz ist auch die Kombination von Restzähnen und Implantaten in einer Konstruktion möglich. 

Behandlung von Erkrankungen am Implantat wie z.B. Periimplantitis

Vergleichbar mit der parodontitis (Parodontose) am Zahn kann bei Implantaten durch bakterielle Infektionen zu Entzüdnungen mit Knochenrückgang kommen. Man spricht dann von einer Periimplantitis.

Alle Informationen zur Periimplantitis und ihrer Behandlung finden Sie im Bereich der Parodontologie.

Lesen Sie hier weiter...

Was kostet mich eine Implantatbehandlung?

Behandlungsplanung ist bei uns Kassenleistung

Eine umfassende Behandlungsplanung inklusive implantologischer Beratung wird in unserer Praxis grundsätzlich ohne Zuzahlung (gesetzlich versicherte Patienten) bzw. innerhalb der normalen Beratungsleistungen (privat versicherte Patienten / Selbstzahler) durchgeführt. Auch die Erstellung von Kostenvorhersagen wird entgegen den Möglichkeiten der Gebührenordnung für Zahnärzte nur dann berechnet, wenn es auch zu einer Behandlung kommt.

Eine Behandlungsplanung ist somit immer risikolos und unverbindlich möglich.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Implantologische Leistungen werden, einschließlich aller aufbauenden Maßnahmen, nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen, sondern müssen privat abgerechnet werden. Grundlage ist die auch für privat versicherte Patienten geltende Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

Beim Zahnersatz auf Implantaten beteiligt sich die gesetzliche Krankenversicherung seit dem Jahr 2003 immerhin mit dem Beitrag, den sie auch leisten würde, wenn ein Zahnersatz ohne Implantate hergestellt würde. Dies kann im Einzelfall der Zuschuss zu einer Brücke sein, bei größeren Planungen wird leider meist nur der Pflichtanteil zu einer einfachen Prothese übernommen. 

Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Zusatzversicherungen übernehmen Leistungen aus den Bereichen Implantologie einschließlich Knochenaufbauten und Zahnersatz gemäß dem individuell abgeschlossenen Vertrag. Wir empfehlen deshalb, schon vor Behandlungsbeginn eine verbindlich Zusage der privaten Zusatzversicherung einzuholen.

Private Krankenversicherung (PKV) und Beihilfestellen

Private Krankenversicherungen übernehmen in aller Regel die Kosten für Implantologie, Knochenaufbauten und Zahnersatz. Je nach Vertragslage sind diese Übernahmen aber nicht zu 100% zu erwarten, oft sind auch Teilbereiche (z.B. Knochenaufbauten, 3D Planungen) vertraglich ausgeschlossen. Beihilfestellen unterliegen je nach Bundesland unterschiedlichen Regelungen, so dass eine verbindliche Aussage nur durch die Beihilfestelle selbst möglich ist.

Wir empfehlen, schon vor Behandlungsbeginn eine verbindlich Zusage der privaten Kostenträger und Beihilfestellen einzuholen.

Weiterführende Beratung und Behandlungsplanung

Wir hoffen, dass diese Seite hilfreich für Sie war!

Diese Informationen ersetzen jedoch nie eine eingehende parodontologische Untersuchung und das persönliche Beratungsgespräch, in welchem wir eine für Sie passende Lösung entwickeln können.

In unserer Praxis werden viele Überweisungspatienten anderer Zahnärzte betreut. Wir sind somit auch gern bereit, Sie parodontologisch zu beraten und zu behandeln, wenn Sie sich sonst bei Ihrem Hauszahnarzt wohl und gut aufgehoben fühlen. Wir arbeiten in solchen Fällen gern und offen mit Ihrem Hauszahnarzt zusammen.

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